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Auktionen in Rom und Frankreich
Der Römische Senator Didius Julianus versuchte
im Jahre 193 vor Christi das gesamte römische Kaiserreich zu
kaufen. Nachdem die sogenannten "Prätorianer" (die Leibgarde),
ihren Kaiser Pertinax getötet hatten, stand der gesamte Staat zum
Verkauf.
Das Angebot beinhaltete die Übernahme des Reiches vom alten
Herrscher und der Käufer sollte garantieren das ganze Reich
sicher zu machen. Der Senator erhöhte die ursprüngliche Summe solange, bis die
erst abgeneigte Leibgarde zuschlug.
Didius Julianus ersteigerte für 6250 Drachmen pro Prätorianer
das Reich und diese Summe würde heute ca. 14 Millionen €
entsprechen. Zwei Monate nach dem Erwerb des Reiches, wurde Didius Julianus von
den Truppen des Septimus Severus getötet und somit wurde er zum
Schutzpatron aller Auktionatoren.
Nach einiger Zeit wurden Auktionen so beliebt,
dass sogar vom Herrscher Gaius Caesar Germanicus (auch bekannt als
Caligula) regelmäßig Auktionen abgehalten wurden. Das Caligula den Wunsch der Menschen, für einen Gegenstand zu
bieten erkannte, legte den Grundstein für die noch heute
bekannten und begehrten Auktionen. Viele Menschen verbinden den Begriff Auktion mit Schnäppchen, so
wie Last-Minute mit günstig.
Nachdem das Römische Reich gefallen war,
geriet die Auktion für mehrere tausend Jahre in Vergessenheit und
die ersten Auktionen mit Sklaven tauchten erst im Mittelalter
wieder auf.
Im 16. Jahrhundert bestimmte in Frankreich ein König eine Gruppe
von Personen die sich "Huissiers Priseurs"
(Bailiff-Auctioneers) nannten und sie bekamen das Recht, die
Besitztümer von Verstorbenen zu versteigern. Diese Auktionen wurden direkt nach dem Tod des Besitzers als
absteigende Auktion durchgeführt. Dort gab es zum ersten mal zwei Auktionatoren, einer der die Ware
beschrieben hatte (der sog. Bailiff) und einen Ausrufer der sich
die Bieter aussuchte und die Gebote wiederholte.
Dem Franzosen Pierre Antoine Matteus wurde 1712
die erste generelle Auktion zugeschrieben. Auf der "Pont de Notre
Dame" oder der "Quai de ka Feraille" wurden die
ersten öffentlichen Auktionen abgehalten auf denen nur ganz
bestimmte Waren versteigert wurden. Die Auktionen wurden im 18. Jahrhundert in die geschlossenen
Markträume verlegt wie den "Grand Cordelier" oder den
"Grand Augustins".
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